PSYCHOTHERAPIE 

   

„Psychotherapie ist eine Behandlungsmethode, die umfassend ist - also den Menschen in seinem gesamten Kontext betrachtet. Dies betrifft die Biographie, die momentane Lebenssituation, das nahe und weitere Umfeld und auch die Gesellschaft, in der der Mensch sich befindet. Dementsprechend ist das Ziel einer psychotherapeutischen Behandlung auch umfassend und nicht nur auf ein einzelnes Symptom bezogen. Die Begriffe "bewusst" und "geplant" definieren, dass die Psychotherapeutin/der Psychotherapeut Handlungen und Interventionen entsprechend ihrer/seiner methodenspezifischen Ausbildung absichtsvoll und zielorientiert einsetzt. Damit wird definiert, dass es sich bei Psychotherapie um ein professionelles Behandlungsgeschehen handelt, das nicht "aus dem Bauch" heraus gesteuert, sondern von wissenschaftlichen und erlernten Kriterien geleitet wird. Die Ausübung der Psychotherapie im Sinne dieses Bundesgesetzes ist die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden in einer Interaktion zwischen einem oder mehreren Behandelten und einem oder mehreren Psychotherapeuten mit dem Ziel, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundheit des Behandelten zu fördern.“

(Quelle: Bundesverband für Psychotherapie in Österreich)
  

 

 Psychotherapie umfasst verschiedene therapeutische Methoden, die ohne Einsatz medikamentöser Mittel auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten, Leidenszustände und Verhaltensstörungen zielen. In Österreich sind Ausbildung und Berufsberechtigung im Sinne des geltenden Psychotherapiegesetzes (Bundesgesetzblatt Nr.361/1990) geregelt und verschiedene Methoden, wie die Verhaltenstherapie sind durch die Anerkennung des Bundesministeriums approbiert. Die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" und "Psychotherapeutin" ist gesetzlich geschützt.

Psychotherapie- Bucher Lienz

Durch Gespräche und gezielte Übungen wird versucht, psychische und psychosomatische Leidenszustände zu lindern, akute Krisen, bedrohliche Lebensumstände, zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen und die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn, Sympathie und Vertrauen sind wichtige Kriterien für die Entscheidung zu einer Psychotherapie. Jede Psychotherapie wird bei jedem Menschen anders ablaufen und ist von verschiedenen Faktoren bzw. dem Leidensdruck oder der psychischen Erkrankung abhängig. Daher ist ein persönliches Erstgespräch notwendig, um Rahmenbedingungen wie Häufigkeiten der Sitzungen, Dauer der Therapie, Methode, Setting, Honorar oder Kostenzuschüsse durch die Behörden abzuklären.

Es gibt verschiedene psychotherapeutische  Methoden. Eine Beschreibung der in Österreich anerkannten Psychotherapiemethoden finden Sie z.B. hier:  

 

In Österreich anerkannte Psychotherapiemethoden
Informationen für Patienten und Patientinnen ( Bundesministerium)
Psychotherapiemethoden.pdf (405.36KB)
In Österreich anerkannte Psychotherapiemethoden
Informationen für Patienten und Patientinnen ( Bundesministerium)
Psychotherapiemethoden.pdf
(405.36KB)

                                            



  

VERHALTENSTHERAPIE     

Die u.a. von mir angebotene und durchgeführte Psychotherapiemethode baut auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Grundsätzen auf, die ich kurz erläutern möchte.

Verhaltenstherapie ist eine spezifische Fachrichtung der Psychotherapie. Sie unterscheidet sich von anderen Fachrichtungen durch ihre theoretische Ausrichtung, die angewandten Methoden und nicht zuletzt durch die Therapiedauer.

Verhaltenstherapie  findet im Hier-und-Jetzt  statt. Die aktuelle Situation und Problemlage des Klienten/in steht im Mittelpunkt   des Interesses.  Erlebnisse und  Traumatisierungen früherer Entwicklungsphasen (z. B. Kindheit) werden aber natürlich    berücksichtigt, wenn sie für die Lösung    des Problems relevant sind.

Verhaltenstherapie  ist strukturiert   und problemorientiert.  Sie ist im Vergleich zu anderen psychotherapeutischen   Richtungen eine Kurzzeittherapie.

Verhaltenstherapie  ist zielorientiert.Sie klärt im Rahmen einer umfassenden Diagnostik ( Problemanalyse ), mit  welchen aktuellen Bedingungen die bestehenden Probleme zusammenhängen,  welche Merkmale des Betroffenen, welche Einflüsse der Familie und der erweiterten Umgebung zusammenspielen und die Problematik gestalten. TherapeutIn und Klient/in vereinbaren gemeinsam Therapieziele. Es soll definiert werden, wie der erwünschte Zustand nach Abschluss der erfolgreichen Therapie aussehen soll. Therapeutin und Klient/in arbeiten   im Sinne einer „praktischen Kooperation“ zusammen, wobei sich die Therapeutin um eine maximale Durchschaubarkeit ihrer Schritte und Vorschläge  bemüht. Dies ermöglicht eine hohe Transparenz; der/die Klient/in weiß stets, woran gearbeitet wird. Ebenso wird er/sie ausführlich über das  Wesen seiner Störung informiert.

Im  therapeutischen Prozess ist neben der Gesprächsführung das Bewirken einer positiven Veränderung auf   der Verhaltensebene wichtig. Dazu ist es notwendig, gelegentlich therapeutische Verhaltensübungen   einzusetzen, die sowohl offen (in der Sitzung oder als Hausaufgaben) oder   auch verdeckt, d.h. nur in der Vorstellung des/r Klienten/in durchgeführt werden können. Spezielle verhaltenstherapeutische Maßnahmen werden je nach   Bedarf  flexibel in den individuellen Behandlungsplan integriert   wie z. B.: Kognitive Methoden (z.B.Veränderung dysfunktionaler Kognitionen, Umbewertungen, Entkatastrophisieren ), Konfrontationsverfahren ( wie z.B.Konfrontation mit angstauslösenden Reizen),Entspannungsverfahren, Kommunikationstraining,  Problemlösetraining, Training sozialer Kompetenz usw.

 

DAS ERSTGESPRÄCH  

Diese erste persönliche Kontaktaufnahme dient zur Abklärung des Ist-Standes, der Rahmenbedingungen (wie Häufigkeit  und Abstand der Sitzungen, die eventuelle Dauer der Psychotherapie, Höhe des Honorars, Zahlungsmodus, Absageregelung etc.) sowie zur Besprechung des möglichen Therapieziels.
PsychotherapeutInnen unterliegen ebenso wie ÄrztInnen der gesetzlichen, unbedingten Schweigepflicht.
Es ist nicht erforderlich, sich gleich im Erstgespräch festzulegen, ob Sie mit der Psychotherapie beginnen wollen. Eventuell ist eine Bedenkzeit sinnvoll, bevor Sie zu- oder absagen. Psychotherapie ist freiwillig. Daher kann die Entscheidung für eine Psychotherapeutin jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.
Oft ist eine medikamentöse  Unterstützung  hilfreich bzw. notwendig. In diesem Fall sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt und informieren Sie ihn von Ihrer Absicht oder Entscheidung, eine Psychotherapie zu beginnen.
Erstgespräche  sind in der Regel innerhalb einer Woche organisierbar.

  

HÄUFIGKEIT DER SITZUNGEN 

Die Häufigkeit der Sitzungen ist unterschiedlich. Sie hängt vor allem von der Problemlage  und dem Stadium der Psychotherapie ab. Bewährt hat sich , in der ersten Zeit einen Termin pro Woche zu vereinbaren, mit zunehmender Stabilisierung können die Abstände auf zwei bis vier Wochen verlängert werden.  

Bei einer sehr belastenden Problematik oder bei Krisen kann die Frequenz  der Sitzungen erhöht werden, ebenso bei der Durchführung vereinbarter Übungen. In jedem Fall scheinen eine gewisse Regelmäßigkeit der Psychotherapiestunden und nicht allzu große Abstände zwischen den Sitzungen günstige Bedingungen für den psychotherapeutischen Prozess zu sein.

 

DAUER DER PSYCHOTHERAPIE

Wenn man von der Kostenfrage absieht, hängt die Dauer der Therapie von der Ausgangssituation, der psychotherapeutischen Methode, vom Therapieziel und der Art der Störung ab. Je anspruchsvoller das Therapieziel ist und je schwerwiegender und dauerhafter die seelische Problematik ist, umso länger wird die Psychotherapie dauern. Wenn nur ein bestimmtes Symptom beseitigt oder ein einzelnes Problem bewältigt werden soll, kann die Psychotherapie auch nach kürzerer Zeit beendet sein.

Kurzpsychotherapie ist zwischen 10 und 30 Stunden anzusetzen.  

 

KOSTEN DER PSYCHOTHERAPIE   

Ein Erstgespräch bzw. eine Sitzung à 50 Minuten kostet 75 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen refundieren pro Sitzung österreichweit € 21,80 (dieser Satz wurde seit der Einführung im Jahr 1992 nicht erhöht). Sie leisten allerdings nur dann einen Zuschuss, wenn eine sogenannte krankheitswertige Störung vorliegt, da die Sozialversicherung nur Krankenbehandlung finanzieren darf.  

Psychotherapie Bucher Lienz

Um  einen Zuschuss zu erhalten benötigen Sie für die ersten 10 Sitzungen eine Bestätigung darüber, dass Sie sich spätestens vor der zweiten Psychotherapiesitzung einer ärztlichen Untersuchung unterzogen haben. Diese Untersuchung dient dazu, eventuelle körperliche Erkrankungen abzuklären, die die seelische Problematik vielleicht (mit-)bedingen. Die Untersuchung kann von jedem Arzt durchgeführt werden.Detaillierte Informationen sowie das Formular für die Bestätigung erhalten Sie von mir im Erstgespräch. Die Untersuchung bezieht sich nur darauf, ob körperliche Erkrankungen vorliegen, nicht aber darauf, ob eine Psychotherapie notwendig oder zweckmäßig ist. Es ist keine Überweisung des Arztes zur Psychotherapeutin bzw. zum Psychotherapeuten erforderlich.

Eventuell nachfolgende Verlängerungsanträge werden von der Psychotherapeutin direkt bei den Krankenkassen eingereicht. Zumeist wird dann eine weitere Refundierung für vorerst 30 Sitzungen Psychotherapie bewilligt. Private Krankenversicherungen leisten je nach Vertragsbedingungen einen  Zuschuss zu Ihren Kosten (zum Betrag der gesetzlichen Krankenkassen). Für detaillierte Auskünfte setzen Sie sich bitte mit Ihrer privaten Krankenversicherung in Verbindung. 

Die Honorarstellung erfolgt monatlich bzw. nach Absprache per Überweisung und wird nach tatsächlichem Aufwand verrechnet.Alle Beträge sind umsatzsteuerbefreit gemäß § 6 Abs. 1 Z 19 UStG.

Vereinbarte Termine müssen auch dann bezahlt werden, wenn sie nicht in Anspruch genommen werden. Eine zeitgerechte, telefonische Absage (spätestens 48 Stunden vorher) befreit Sie von dieser Verpflichtung.

Unterlagen zur Psychotherapie werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur teilweisen Kostenübernahme der Therapiekosten über Antragstellung bei der Gesellschaft für  Psychotherapeutische Versorgung nach dem " Tiroler Modell" erhalten Sie beim Erstgespräch.


MEINE ARBEITSBEREICHE  

·       Angststörungen ( Panikattacken ,spezifische Phobien, generalisierte  Angststörungen  

·         Essstörungen ( Bulimie, Anorexie , Binge - Eating)

·         Soziale Ängste, Unsicherheiten und Defizite

·         Zwangsstörungen ( Zwangsgedanken und/ oder Zwangshandlungen, Tics)

·         Depressionen

·         Suchterkrankungen (Alkohol-, Drogen-, Medikamenten-, Kauf- und Spielsucht) 

·         Persönlichkeitsstörungen

·         Psychosen (zusätzlich zu anderen Maßnahmen)

Hauptsächlich arbeite ich im Einzelsetting mit Jugendlichen, Erwachsenen  und älteren Menschen

 

 

KURSE UND SEMINARE

SEMINAR FÜR INTERESSIERTE FRAUEN VOR UND IN DEN WECHSELJAHREN

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Bestandteil des weiblichen Lebenszyklus.  Dennoch kann es vorkommen, dass in dieser Umbruchphase, körperliche und/ oder seelische Begleiterscheinungen individuell als sehr belastend wahrgenommen werden. Für viele Frauen ist das eine sehr bewegte Lebensphase mit großen Veränderungen, mit  neuen Freiräumen, aber auch neuen Grenzen.
Bedingt durch eine älter werdende Bevölkerung stellen die Wechseljahre und die Zeit danach einen immer längeren Lebensabschnitt für die Frauen von heute dar. Umso wichtiger erscheint es, diesen Lebensabschnitt besser zu verstehen und mit ihm umgehen zu können.

Dieses Seminar soll einerseits über diese Veränderungen informieren und aufklären, andererseits Raum geben zur Reflexion und zum Verstehen dieser spannenden Lebensphase.

THEMEN:

Was wechselt in den Wechseljahren – Zeichen und körperliche Symptome als Wegweiser für die eigene Entwicklung entschlüsseln und verstehen
Tanz der Hormone:Hormone schlucken - ja oder nein
Psychologische, soziale und kulturelle Aspekte der Wechseljahre und des Altern
Ab zum alten Eisen - Auf zu neuen Ufern:
Wie sich frau vor Abwertung schützt, Entwertungsmuster erkennen lernen, Selbstentwertung stoppen
Umsetzung kreativer Potenziale

In der Hitze der Nacht - Wie viel Sexualität darf es denn sein? Was ist normal?
Jahrsiebtzyklen , die neuen Lebensaufgaben der zweiten Lebenshälfte
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KURSORT UND DAUER:

Dolomitencenter Lienz, Amlacherstraße 2, Stiege 2, 2.Stock, 9900 Lienz:
Für 6 - 8 TeilnehmerInnen, 5 Einheiten zu je 90 Min.    
           

 

SEMINAR FÜR ANGEHÖRIGE VON MENSCHEN MIT PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN  (PSYCHOEDUKATION)

Der Beginn einer psychischen Erkrankung  löst in jeder Familie Angst und Unsicherheit aus. Für die Angehörigen ist es oft ein Balanceakt, das richtige Maß zwischen Zuwendung und Distanz zum Erkrankten zu finden und mit den eigenen Gefühlen der Verantwortung, der Schuld, der Hilflosigkeit, der Angst usw. zu Recht zukommen.  

Es ist für die Angehörigen sehr oft hilfreich, über die eigenen Gefühle sprechen zu können, sich ausführlicher über die Erkrankung zu informieren, sofern dies nicht von den  behandelnden Ärzten/ Therapeuten usw. und/oder  auch im Erfahrungsaustausch mit anderen Angehörigen  bereits stattgefunden hat.


(Themen/ Gruppen: Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen,…)

 

SEMINAR SUPERVISION IM RAHMEN DES LEHRGANGS KLINISCHE PSYCHOLOGIE
  

Nähere Informationen zu den  Lehrgängen  siehe  

 

 

Seminar Supervision

AAP Österreichische Akademie für Psychologie    

 

Die Ausbildung zum/r klinischen Psychologen/in ist eine Fachausbildung nach Abschluss des Universitätsstudiums der Psychologie mit mindestens einem Jahr Berufspraxis im klinischen Bereich und ist in Österreich  gesetzlich genau geregelt. Die genauen gesetzlichen Bestimmungen sind im Psychologengesetz  geregelt:
Klinische PsychologInnen  sind zur selbständigen Berufsausübung berechtigt und werden in einer entsprechenden Liste des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen geführt.
Psychologische Leistungsdiagnostik (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration, etc.) ist Klinischen Psychologen vorbehalten, sie sind aber auch für die Beratung und Behandlung diverser psychischer Störungen zuständig. Besonders in Krankenhäusern wird die Zusatzqualifikation „klinische/r Psychologe/in“ gefordert.

 

Die Ausbildung zum Gesundheitspsychologen kann nur von Personen absolviert werden, welche das Universitätsstudium der Psychologie abgeschlossen haben und danach eine ca. 1 bis 2 Jahre dauernde theoretische und praktische postgraduelle Ausbildung mit begleitender Supervision anschließen und ist in Österreich gesetzlich genau geregelt.
Die Gesundheitspsychologie beschäftigt sich vor allem mit präventiven Ansätzen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit (primäre Prävention), der Verhütung von Krankheiten (sekundäre Prävention) sowie der Bestimmung von Risikoverhaltensweisen und im Falle einer bereits eingetretenen Erkrankung auch mit deren Behandlung zur Vorbeugung neuerlicher Krankheiten (tertiäre Prävention)
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